
Wir freuen uns zum nunmehr zum fünften Mal Arthouse-Filme auf der Burg Frankenberg im Rahmen des Open Air Programms zu präsentieren. Von Beginn an hat sich die Burg Frankenberg mit ihrer intimen Atmosphäre als ganz besonderer Ort des Sommerkinos etabliert. Im vergangenen Jahr waren wieder fast alle Vorstellungen ausverkauft! Gemeinsam mit Apollo Kino Aachen werden wir den Hof der Burg wieder in eins der schönsten Open Air-Kinos verwandeln.
An zehn aufeinanderfolgenden Abenden werden zehn verschiedene Kinofilme präsentiert.
Mehr als 50 Jahre nach der Schließung des letzten Kinos im Viertel können wir jetzt gemeinsam ein richtiges Kinoprogramm (wenn auch zeitlich begrenzt) anbieten.
Filmstart ist in Abhängigkeit vom Sonnenuntergang zunächst um 21:00 Uhr, ab dem 24.8. 20:45 Uhr und ab dem 26.8. 20:30 Uhr. So können wir auch längere Kinofilme anbieten. Einlass ist jeweils 60 Minuten vorher. Für Getränke und Popcorn ist gesorgt.
Hier unsere Programmübersicht:
Di, 18.08.26 Extrawurst
Mi, 19.08.26 Amrum
Do, 20.08.26 Die Progressiven Nostalgiker
Fr, 21.08.26 Therapie für Wikinger
Sa, 22.08.26 Das Drama – Noch mal auf Anfang (Original mit Untertiteln)
So, 23.08.26 Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
Mo, 24.08.26 Gelbe Briefe
Di, 25.08.26 Hamnet
Mi, 26.08.26 No Other Choice
Do, 27.08.26 Sentimental Value
Tickets zum Preis von zwölf Euro gibt es online unter den unten aufgeführten Links „Tickets“ und im Vorverkauf direkt im
Frankenberger Buchladen
Schlossstraße 12
oder
Apollo Kino
Pontstraße 141-149
Restkarten an der Abendkasse.
Die einzelnen Filme:
Di, 18.08.26 – 21:00 Uhr
Extrawurst
Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Fahri Yardım in einem Film von Marcus H. Rosenmüller
Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill…
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Mi, 19.08.26 – 21:00 Uhr
Amrum
- Jasper Billerbeck, Diane Kruger und Kian Köppke in einem Film von Fatih Akin
Während sich der Zweite Weltkrieg dem Ende neigt, ist der zwölf Jahre alte Nanning (Jasper Billerbeck) auf Amrum rund um die Uhr damit beschäftigt, seiner Familie unter die Arme zu greifen. Er und seine Familie wurden in Hamburg ausgebombt und mussten auf die Nordsee-Insel fliehen, während sein Vater, ein ranghoher Nazi, in Kriegsgefangenschaft landete. Der Selbstmord Adolf Hitlers lässt Nannings Mutter Hille (Laura Tinke), selbst überzeugte Nationalsozialistin, in eine tiefe Depression fallen. Nanne ist nun mehr als je zuvor auf sich allein gestellt und trägt gleichzeitig die Verantwortung für die Versorgung seiner zurückgezogenen Mutter. Doch nach Kriegsende ist so ziemlich alles Mangelware und er muss mit den anderen Bewohnern von Amrum irgendwie ins (Tausch-)Geschäft kommen. Doch die wissen um die Überzeugungen von Nannings Eltern, die nun unfreiwillig auch ihre Spuren auf ihm hinterlassen…
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Do, 20.08.26 – 21:00 Uhr
Die Progressiven Nostalgiker
- Elsa Zylberstein, Didier Bourdon und Mathilde Le Borgne in einem Film von Vinciane Millereau
Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert.In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte.
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Fr, 21.08.26 – 21:00 Uhr
Therapie für Wikinger

- Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas und Sofie Gråbøl in einem Film von Anders Thomas Jensen
Nach vierzehn Jahren hinter Gittern wird Anker (Nikolaj Lie Kaas) aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute seines damaligen Raubüberfalls ist nie aufgetaucht – nur sein Bruder Manfred (Mads Mikkelsen) kennt das Versteck. Doch in der Zwischenzeit hat Manfreds geistige Verfassung stark gelitten, und die Erinnerungen an den Verbleib des Geldes sind verschwommen. Gemeinsam begeben sich die ungleichen Brüder auf eine Suche, die mehr als nur eine Jagd nach der Beute wird. Während sie sich durch ihre Vergangenheit und alte Wunden kämpfen, stehen sie vor einer noch wichtigeren Frage: Wer sind sie wirklich – und kann es für sie einen Neuanfang geben?
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Sa, 22.08.26 – 21:00 Uhr
Das Drama – Noch mal auf Anfang (OmU)

- Zendaya, Robert Pattinson und Mamoudou Athie in einem Film von Kristoffer Borgli
Ein glücklich verlobtes Paar steht kurz vor der Traumhochzeit – doch in den Tagen vor dem Ja-Wort bröckelt die Fassade. Eine unerwartete Enthüllung wirft nicht nur die Hochzeitsplanung aus der Bahn, sondern alles, was sie über einander zu wissen glauben. - OmU/OV – Englisch
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So, 23.08.26 – 21:00 Uhr
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
- Charly Hübner, Christiane Paul und Leon Ullrich in einem Film von Wolfgang Becker
Michael Hartung (Charly Hübner), der Besitzer einer hoffnungslos überschuldeten Videothek, hat sein Leben lang auf das falsche Pferd gesetzt. Als ein ehrgeiziger Journalist ihm mit den Ergebnissen seiner Recherche konfrontiert, ändert sich für den charmant-melancholischen Micha alles. Der Journalist behauptet, dass Micha vor vielen Jahren als Angestellter der Reichsbahn die größte Massenflucht der DDR organisiert habe. Angeblich gibt es Beweise in den Stasi-Akten und sogar einen Gefängnisaufenthalt, gefolgt von einer Zwangsversetzung in den Braunkohle-Tagebau. Von einer verlockenden Gage verführt, bestätigt Micha die Geschichte, obwohl nur wenige Bruchstücke davon der Wahrheit entsprechen.
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Mo, 24.08.26 – 20:45 Uhr
Gelbe Briefe
- Özgü Namal, Tansu Biçer und Leyla Smyrna Cabas in einem Film von İlker Çatak
Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen.
Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
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Di, 25.08.26 – 20:45 Uhr
Hamnet

- Jessie Buckley, Paul Mescal und Emily Watson in einem Film von Chloé Zhao
Mit HAMNET kehrt Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.
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Mi, 26.08.26 – 20:30 Uhr
No Other Choice

- Lee Byung-Hun, Ye-jin Son und Park Hee-Soon in einem Film von Park Chan-wook
Ein Manager mittleren Alters in einer Papierfabrik wird entlassen, als die Sparschraube angesetzt wird. Achtzehn Monate später und immer noch arbeitslos, gibt er seiner Jobsuche eine neue Wendung – mit quälender Sorgfalt findet er die sieben Männer in der Umgebung, die den Job, der seine Meinungrechtmäßig ihm gehören sollte, übernehmen könnten, und tötet sie systematisch. Er wandelt sich vom sanftmütigen mittleren Manager zum skrupellosen Mörder und entdeckt dabei Fähigkeiten, von denen er nie wusste, dass er sie hat – und die ihm viel zu leicht fallen.
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Do, 27.08.26 – 20:30 Uhr
Sentimental Value

- Renate Reinsve, Stellan Skarsgård und Inga Ibsdotter Lilleaas in einem Film von Joachim Trier
Nach dem Tod ihrer Mutter stehen die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes Borg (Inga Ibsdotter Lilleaas) vor der Herausforderung, sich mit ihrem entfremdeten Vater Gustav (Stellan Skarsgård) auseinanderzusetzen – einem einst gefeierten, inzwischen weitgehend in Vergessenheit geratenen Regisseur. Nora hat ihre Karriere als Theaterschauspielerin kompromisslos verfolgt, während Agnes ein ruhigeres Leben mit Familie und festem Beruf gewählt hat. Gustav hat ein neues Drehbuch verfasst und bietet seiner Tochter Nora die Hauptrolle an. Doch sie lehnt das Angebot entschlossen ab. Auf einer Retrospektive seiner Filme in Frankreich trifft Gustav auf die erfolgreiche Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning), der er schließlich die ursprünglich für Nora vorgesehene Rolle überträgt. Als die Dreharbeiten in Norwegen anlaufen, sieht Gustav eine letzte Gelegenheit, sich seinen Töchtern wieder anzunähern und das zerrüttete Familienverhältnis zu heilen.
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