»Die Rechte der Natur –
eine Innovation der Umweltbewegung«
Peter Vollbrecht

„Die Rechte der Natur –

eine Innovation der Umweltbewegung“

Philosophischer Vortrag und Diskussion mit Peter Vollbrecht

Im März 2021 fällte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil für die künftige Klimapolitik. Und auch anderswo konfrontieren Gerichte die Regierungen mit deren umweltpolitischen Versagen. Einen innovativen Schritt haben Länder wie Bolivien, Neuseeland, Indien, selbst die USA und neuerdings auch Spanien vorgelegt. Dort wurden Rechte der Natur implementiert, die Tiere, Pflanzen, Flüsse oder andere Umweltmedien zu ökologischen Personen erklärt haben, die vor Gericht ihre Lebensinteressen einklagen können. Nichts weniger als eine Revolution des Rechtssystems kündigt sich an – der Schritt von einem anthropozentrischen zu einem biozentrischen Rechtsgedanken. Ländern mit indigenen Traditionen fällt dieser Schritt leichter als Zivilisationen, die – flankiert von religiösen und philosophischen Überlieferungen – das Weltgeschehen stets um den Menschen haben kreisen lassen. Zeitenwende, einmal anders: Europa, Du hast zu lernen!

Peter Vollbrecht, Promotion über G.W.F. Hegel und Paul Celan, fernwehgeplagt seit seiner Studienzeit, verbrachte fünf Jahre an der University of Delhi, bevor er zurückfand zur universitären Hackordnung an deutschen Hochschulen. Erfolgreicher Ausbruch 1997 mit der Gründung des Philosophischen Forums Esslingen, seitdem selbständig und ohne soziales Geländer unterwegs. Versteht sich als Landschaftserklärer und Reiseleiter philosophischer Welten in Europa und Südasien. Blickt mit großen Sorgenfalten auf die Zukunft, glaubt aber, Pessimismus stehe den Generationen nicht gut zu Gesicht, die Wohlstand und Frieden wie keine eine andere genießen dürfen.

Wir bitten um Voranmeldung unter: info@frankenbuerger.de

Eintritt: 10 €
Donnerstag – 05-09-24
Beginn -19.00 Uhr
Einlass -18.30 Uhr

Burg Frankenberg
Goffartstraße 45
Aachen

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts “Europa Visionen – Gedankenwandel” statt, das vom „Regionales Kultur Programm NRW“ gefördert wird. Das Gemeinschaftsprojekt besteht aus Philosophie auf der Burg Frankenberg in Aachen, Tanztheater am KuKuK an der Grenze, sowie Malerei in virtueller Realität in der Filiale ephemerer Kunstformen in Eupen.
Auf insgesamt 11 Veranstaltungen bieten wir den Besuchern eine Plattform, um durch künstlerische Medien wie Tanz, Malerei und philosophischen Diskurs eine tiefe Auseinandersetzung mit aktuellen europäischen Themen zu ermöglichen. Es ist eine Einladung, neue geistige Landschaften zu erkunden.

europa-visionen.eu

 

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Foto: © Freepik (freepik.com) und HERR KRUSE Visuelle Kommunikation, Peter Vollbrecht