Die seltsame Geschichte von der Einsicht in den Treibhauseffekt
Dr. phil. Rüdiger Haude

Die seltsame Geschichte von der Einsicht in den Treibhauseffekt

Vortrag, Diskussion – Dr. phil. Rüdiger Haude

1896 beschrieb der schwedische Naturwissenschaftler Svante Arrhenius erstmals korrekt den anthropogenen Treibhauseffekt. Seitdem wissen wir im Prinzip, was wir mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe global anrichten. Arrhenius hielt dies mit Blick auf seine skandinavische Heimat freilich für einen Segen.

Von der Grundlagenforschung wanderte dieses Thema in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den Bereich der Geopolitik, als Militärstrategen im Kalten Krieg Wetterveränderungen als Waffe in den Blick nahmen. Die Pentagon-Forschung motivierte jedoch seit den 60er Jahren die entstehende Umweltbewegung, und von hier wanderte das Thema schließlich in die globale Klimadiplomatie. Heute ist der Treibhauseffekt Gegenstand päpstlicher Enzykliken und ökonomischer Kalkulationen, während die „Kalten Krieger“ längst dazu übergegangen sind, ihn zu leugnen.

Der Vortrag wird diese spannende Entwicklung rekonstruieren. Ihre Kenntnis ist eine wichtige Hilfe dabei, sich in den heutigen Debatten zurechtzufinden.

Rüdiger Haude ist Sozialwissenschaftler und seit 2007 Privatdozent für Geschichte an der RWTH Aachen mit dem Lehrauftrag „Historisch orientierte Kulturwissenschaften“. Nach einer außerhochschulischen Tätigkeit für den Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) von 2014 bis 2016 hat er sich in Forschung und Lehre auf die Klimahistoriografie spezialisiert.

Donnerstag  09-12-21

Einlass: 18:30 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Wegen der aktuellen Situation findet die Veranstaltung nur online statt.

Kostenlose Anmeldungen bitte unter der Mail: veranstaltungen@frankenbuerger.de

 

Foto: Haude