Stella Polaris & Antarctica
Nomi Baumgartl & Paolo Pellegrin

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr unter der Leitung der Kuratorin Dr. Nina Mika-Helfmeier das Fotografie-Festival in der StädteRegion Aachen statt. Die Burg Frankenberg spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass dort zwei namhafte Fotograf*innen von absolutem Weltrang ihre großartigen Fotografien zum Thema Klimawandel ausstellen.

Stella Polaris & Antarctica

Dem Klimawandel ein Gesicht zu geben, ist das Ziel von zwei herausragenden Fotoserien, die an den äußersten Polen der Erde, in Grönland und in der Arktis, entstanden und nun auf der Burg Frankenberg gemeinsam zu sehen sind.

ILULIARMIUT – People who live with the Mountains of the Sea, 2012© Stella Polaris* Ulloriarsuaq UG | Nomi Baumgartl | Courtesy Visulex Gallery for Photography, Hamburg

Nomi Baumgartl

2012 und 2013 begab sich ein Team um Nomi Baumgartl und Sven Nieder im Rahmen des Projekts Stella Polaris * Ulloriarsuaq (dt.: Polarstern) nach Grönland und machte dort spektakuläre Nachtaufnahmen. Langzeitbelichtung und Lichtbotschafter (Grönländer, die mit Taschenlampen die Szene beleuchten) machten diese Aufnahmen möglich. Durch das Licht transportieren die Menschen ihre Emotionen und Hoffnungen. „Die eigentlichen Künstler sind die Lichtbotschafter, unsere Aufgabe war es nur, ihre Werke einzufangen und technisch zu koordinieren“, berichtet Sven Nieder. Dabei machte die extreme Kälte die technische Umsetzung zuweilen zu einer großen Herausforderung. Das Projekt möchte auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen und das Bewusstsein vermitteln, dass unser aller Handeln Auswirkungen auf andere hat.


QAAMANERIT – Lights upon Lights, 2013 © Stella Polaris* Ulloriarsuaq UG | Nomi Baumgartl | Courtesy Visulex Gallery for Photography, Hamburg

Stella Polaris

Paolo Pellegrin

Im November 2017 nahm Paolo Pellegrin an der Operation Ice Bridge teil, einer NASA-Expedition in die Antarktis, um dort die Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. Pellegrin gelang es dabei, mit seiner Kamera die ersten Nahaufnahmen des riesigen Larsen-C-Schelfeises festzuhalten, das sich im Juli desselben Jahres von der antarktischen Halbinsel gelöst hatte und im Weddellmeer trieb. „Hier ist der Mensch nicht anwesend, aber der Klimawandel ist ein Ergebnis menschlicher Aktivitäten und menschlicher Ideen: Endloses Wachstum, das keine Grenzen kennt“, beschreibt Pellegrin seine Erfahrung. Die scheinbar unendliche Landschaft zu dokumentieren, war für den Fotografen eine große Herausforderung, da sich kaum eine Möglichkeit ergab, einen Maßstab einzubeziehen. Durch seine Herangehensweise – den Horizont beiseitezulassen und stattdessen nach unten zu schauen – verwischen die Grenzen zwischen Mikro und Makro.

Die Kombination aus abstrakter Schönheit und drohender Zerstörung machen Paolo Pellegrins und Nomi Baumgartls Fotografien zu mehr als nur visuellen Dokumenten.


NASA IceBridge flight surveying climate change in Antarctica: Aerials taken from a NASA P3 plane flying over South Peninsula A in 2017 © Paolo Pelligrin / Magnum Photos

Ice Bridge

 

Eintritt frei!

Öffnungszeiten:

Fr -17-09-21

So -19-09-21

Di -21-09 – Do -23-09-21 & So-26-09-21

Di -28-09 – So -03-10-21

jeweils 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Finissage mit Nomi Baumgartel: 01-10-21  17.00 Uhr

Filmvorführung „Stella Polaris * Ulloriarsuaq“: 02-10-21 19.00 Uhr

Kuratorin Dr. Nina Mika-Helfmeier

Burg Frankenberg
Goffartstrasse 45
Aachen

Für die Veranstaltung gelten die aktuellen Coronaschutzbestimmungen des Landes NRW. Demnach muss ein Negativentestnachweis oder ein gültiger Nachweis über eine vollständige Impfung bzw. über vollständige Genesung vorgezeigt werden.

 

Weitere Infos zum Fotografie Festival 21:

 Fotografie Festival 21